Anrufen und einfach mal reden

Anrufen und einfach mal reden

„Wir bleiben in Verbindung“ verspricht die Pfarrei Liebfrauen

Gottesdienste und Gemeindeleben - vieles, was den Menschen in den katholischen Gemeinden und Pfarreien wichtig ist, ist wegen der Corona-Pandemie zurzeit abgesagt. Trotzdem suchen und finden die Haupt- und Ehrenamtlichen auch in den katholischen Kirchen Duisburgs Möglichkeiten, mit ihren Gemeindemitgliedern in Verbindung zu bleiben. So auch in der Pfarrei Liebfrauen in Duisburg-Mitte.

„Für uns alle ist das momentan eine herausfordernde Situation, die uns einiges abverlangt. Vieles, was uns wichtig ist, geht momentan nicht: Gottesdienste gemeinsam feiern, im Gebet zusammenkommen, im Chor singen, miteinander feiern und zusammen sein“, bedauert Pfarrer Christian Schulte. Er und sein Pastoralteam sind aber auch sicher: „Wir finden neue Wege, um miteinander in Verbindung zu bleiben“. Zum Beispiel im direkten Gespräch, für das man sich ja nicht zwingend persönlich treffen muss. Ein Telefon tut es ja auch.

Pfarr- und Gemeindebüros weiterhin telefonisch erreichbar

Deshalb bleiben auch in Zeiten von Corona einige der Pfarr- und Gemeindebüros von Liebfrauen besetzt, um weiterhin ein offenes Ohr für all jene zu haben, die einfach mal reden möchten, Sorgen haben oder auch ganz konkret Hilfe benötigen. Hierfür ist das Pfarrbüro (Tel.: 28104-24) montags bis freitags von 11.00 bis 13.00 Uhr erreichbar und das Gemeindebüro Christus König (Tel.: 61074) mittwochs und donnerstags von 15.00 bis 16:30 Uhr. Außerdem bietet die Karmel Gemeinde unter dem Motto „Karmeldraht – der kurze Draht zu Rat und Tat“ unter der Rufnummer 2 64 09 montags bis freitags von 10.00 bis 16.00 Uhr telefonische Unterstützung an. Auch das Gemeindebüro St. Ludger und St. Gabriel ist mittels Anrufbeantworter (Tel.: 355182) durchgängig erreichbar.

Nachbarschaftshilfe an vielen Orten im Pfarrgebiet

Neben der Pflege persönlicher Kontakte via Telefon gibt es auch in Liebfrauen konkrete Hilfsangebote für all jene, die momentan ihre Einkäufe nicht selbst erledigen können und Unterstützung benötigen. Einen solchen Einkaufsservice bietet zum Beispiel die KjG (Katholische jung Gemeinde) St. Ludger in Neudorf. Die jungen Leute bieten an, Einkäufe für den Grundbedarf im Wert von maximal 30 € zu erledigen und an die Haustür zu bringen. Abgerechnet wird an der Tür mit Kassenbon. Weitere Kosten entstehen nicht. Wer das Angebot nutzen will, kann sich von Montag bis Freitag zwischen 10.00 und 12.00 Uhr unter der Telefonnummer 0152 – 56 48 96 70 bei der KjG melden.

Einen ähnlichen Service bietet auch das Sozialpastorale Zentrum St. Peter in Hochfeld. Dort ist Ansprechpartnerin Schwester Martina Paul. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 286 56 49. In der Karmel Gemeinde ist es das sog. „Rat & Tat Telefon“, das unter der Rufnummer 2 64 09 seinen Anrufern nicht nur ein offenes Ohr sondern auch tätige Hilfe in Form eines Einkaufsdienstes anbietet. Hinzu kommt noch ein weiteres Angebot im Dellviertel. Koordiniert werden die Einkaufsservices vom Caritascentrum Mitte.

Gebete, Meditationen und Lieder im Internet

In einer Zeit, in der die gemeinsamen Gottesdienste für viele Wochen ausgesetzt sind, bedarf es anderer spiritueller Angebote und Impulse, um den Bedürfnissen nach Gebet, Meditation und Singen der Gläubigen gerecht zu werden. Das weiß auch die katholische Pfarrei Liebfrauen und mit ihr die Karmel-Gemeinde. Sie nutzt deshalb seit Beginn der Corona-Krise noch viel intensiver ihre Website, um den Gläubigen Anregungen für schöne Gebete und Lieder für zuhause zu geben. Außerdem findet man unter https://www.karmel-duisburg.eu Videos mit liturgischen Impulsen in einer − vom Zelebranten abgesehen − leeren Karmelkirche.


Bilder und Inhalte stammen von: pfarrei-liebfrauen-duisburg.de. Beitrag vom 25.03.2020