Abendmusik | 2. Halbjahr 2019

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9 Konzerte gibt es von September bis Dezember 2019 in der Reihe „Abendmusik“, zu der das Team von „Art Sankt Joseph“ jeweils freitags um 19:30 Uhr in die Pfarrkirche St. Joseph am Dellplatz einlädt. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende für die jeweiligen Künstler gebeten.


Michael Mikolaschek
Michael Mikolaschek

13. September
Kehrtwendungen und Neuerungen – Vom Fortschritt in der Musik
Michael Mikolaschek (Orgel)

Zu jeder Zeit gab es diese Frage in Kunst und Musik: Was ist in Mode? Was darf man, wie weit darf der Fortschritt gehen, und wann sind Regeln plötzlich überholt, die gestern noch allgemeine Gültigkeit hatten? Mikolaschek beleuchtet diese Kehrtwenden in der Musik, diesen Wettstreit von modern und konservativ, indem er spannende Werke verschiedener musikalischer Epochen einander gegenüber stellt.


Amicanta
Amicanta

27. September
Vom Himmel zur Erde - von Mensch zu Mensch
Amicanta & In-Time Voices (Leitung: Steffi Melisch)

Der Amicanta Chor erschafft gemeinsam mit den In-Time Voices unter der Leitung von Stefanie Melisch einen interaktiven, musikalischen Regenbogen aus neugeistlichem Lied, Spiritual und Gospel. Das Publikum ist eingeladen zuzuhören und auch mitzuwirken, die Verbindung von Mensch zu Mensch in den Liedern zu erspüren und sich von einem lebendigen und abwechslungsreichen Konzert mitreißen zu lassen.


A Chest of Viols
A Chest of Viols

11. Oktober
Englische Musik des 16. und 17. Jahrhunderts für drei Gamben

A Chest of Viols – Andrea Heerich (Diskantgambe), Martin Ingenhütt (Altgambe) und Takuma Murayama (Bassgambe)

Nach ihrem erfolgreichen Konzert im vergangenen Jahr kommt das Trio A Chest of Viols wieder mit neuem Programm in die Kirche am Dellplatz. Die drei Musiker spielen Viola da gamba – ein historisches Streichinstrument, das in der Renaissance in Europa sehr populär war, ehe es um 1600 von den Violinen verdrängt wurde.

A Chest of Viols war die Kiste, in der reiche Engländer des 16. und 17. Jahrhunderts ihren Schatz aufbewahrten – die Gamben! In der englischen Aristokratie gehörte es zum guten Ton, dieses Streichinstrument zumindest halbwegs zu beherrschen, und wenn man gespeist und anschließend Kaffee, Tee, Kakao und Tabak genossen hatte, nahm man die Instrumente und Noten heraus und musizierte…

Das Programm gibt einen Eindruck von der Vielfältigkeit und der hohen kompositorischen Qualität der englischen Musik an der Schwelle zwischen Renaissance und Frühbarock. Es stellt drei Komponisten vor: Thomas Morley, dessen Madrigale noch heute viel in England gesungen werden, Matthew Locke, der vielleicht die modernste und abwechslungsreichste Musik dieser Periode schrieb, und Orlando Gibbons, den auch 340 Jahre nach seinem Tod der Pianist Glenn Gould als seinen Lieblingskomponisten bezeichnete.


Ludger Schmidt
Ludger Schmidt

18. Oktober
Stell dir vor, es ist Krieg und keiner macht mit - Ludger Schmidt (Violoncello)

Krieg entsteht nicht einfach so. Krieg wird vorbereitet. Kriegsvorbereitungen werden von der Bevölkerung mitgetragen. Zu der Ausstellung „The War“ setzt sich Ludger Schmidt mit seinen Celli künstlerisch mit dem Psychogramm des Krieges, den Emotionen, der Euphorie und dem Zusammenbruch auseinander, im Blick immer den etwas naiv anmutenden aber immer noch gültigen Satz: „Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin“ abgewandelt in: „Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner macht mit“, oder, um mit Wolfgang Borchert zu sprechen: „Sag nein!“


Hans-Joachim Heßler & Thorsten Töpp
Hans-Joachim Heßler & Thorsten Töpp

15. November
Jan Esch (Trompete) & Martin Brödemann (Orgel)

Orgel und Trompete sind eine äußerst wohlklingende Kombination: Der tragende und brillante Klang der Trompete wird hervorragend von der Orgel ergänzt und bietet den Zuhörern ein besonderes Konzerterlebnis. Der erste Trompeter des Hagener Philharmonischen Orchesters, Jan Esch, gastiert für diese Abendmusik in der St. Joseph Kirche Duisburg. Gemeinsam mit Organist Martin Brödemann bieten beide ein abwechslungsreiches Programm mit festlichen Werken der Barockmusik.


Ludger Schmidt
Ludger Schmidt

29. November
Die sieben freien Künste - Ludger Schmidt (Violoncello)

Im Mittelalter gehörte die Musik zu den „Septem artes liberales“ (dt. „Sieben freie Künste“). Die Musik stand in diesem Kontext unter anderem der Mathematik (Arithmetik & Geometrie), aber auch der Logik besonders nahe. Johann Sebastian Bach waren die geometrisch-mathematischen und der Logik folgenden Prinzipien des Kontrapunkts immer besonders wichtig. Auf diese Weise formte er eine Musik, die einer nahezu naturwissenschaftlichen Vernunft verpflichtet war. Und dennoch gehört seine Musik für viele Menschen zum Emotionalsten, was die Musikgeschichte je hervorgebracht hat. Mittelpunkt dieses Konzertes ist J. S. Bachs Cellosuite Nr. 5, umrahmt von zwei Stücken aus Ludger Schmidts Feder, die zugleich Verknüpfung und Kontrast zu Bachs Musik bilden.


Michael Mikolaschek
Michael Mikolaschek

6. Dezember
Vorweihnachtliches Konzert zum Nikolaustag – Michael Mikolaschek (Orgel)

In seinem Konzert zum Nikolaustag widmet sich der Komponist und Orgelvirtuose Michael Mikolaschek dem Bischof von Myra, der wahrscheinlich im dritten Jahrhundert nach Christus lebte. Viele Wundertaten werden ihm nachgesagt und er soll zahlreiche Menschen aus ihrer Not errettet haben. Gleichzeitig gilt er auch seit jeher als Geschenkebringer, der den Menschen Gutes tat. Dieses vorweihnachtliche, besinnliche Orgelkonzert beleuchtet die Sehnsüchte der Menschen, die Hoffnung auf Errettung und die mittelalterliche, frühchristliche Mystik, die sich um die Person des Bischofs von Myra gebildet hat.


Capella Palestrina
Capella Palestrina

13. Dezember
Adventskonzert – Capella Palestrina (Leitung: Andreas Pieper)

Mit Klangmystik in Form adventlicher Motetten und zahlreichen neuen Chorkompositionen gestaltet die Capella Palestrina unter der Leitung von Andreas Pieper auch in diesem Jahr ihr beliebtes traditionelles Konzert in St. Joseph (Dellplatz).


Dr. Hans-Joachim Heßler
Dr. Hans-Joachim Heßler

20. Dezember
Sternenklänge und Sphärenharmonie: Sterne hoch die Kreise schlingen (Joseph von Eichendorff) –
Dr. Hans-Joachim Heßler (Orgel) und Thomas Klecha-Fauré (Vibraphon)

Pythagoras glaubte, dass Sterne Töne erzeugen. Er nannte dies die Sphärenharmonie, und manch ein Komponist hat diese Idee in seinem Schaffen aufgegriffen. Kaum ein anderes Instrument kommt unserer Vorstellung von der Klanglichkeit des Weltalls so nahe wie das Vibraphon. Und in diesem Konzert ist Thomas Klecha-Fauré als ganz besonderer Virtuose dieses Instruments zu Gast. Das ehemalige Mitglied des Frankfurter Ensemble Modern, einem der weltweit renommiertesten Ensembles für zeitgenössische Musik, gestaltet hier zusammen mit Dr. Hans-Joachim Heßler an der Orgel ein etwas anderes Vorweihnachtskonzert, das den Zuhörern sinngemäß die Sterne vom Himmel holt.


Bilder und Inhalte stammen von: pfarrei-liebfrauen-duisburg.de. Beitrag vom 19.07.2019